Das Teichwasser wird von einer Pumpe, die vorzugsweise in mittlerer Tiefe im Teich platziert werden sollte, zum Filtereingang transportiert. Ein biologischer Filter hat meist mehrere Reinigungsstufen, welche aus den verschiedensten Materialien bestehen können. In der ersten Reinigungsstufe wird der grobe Schmutz mechanisch (durch Gitter, Bürsten oder großporige Schwämme) zurückgehalten. Alle weiteren Reinigungsprozesse sind in der Regel nur noch biologisch.
Nur noch biologisch heißt, dass nicht die im Filter befindlichen Materialien das Wasser reinigen, sondern diese verschiedenen Materialien (Schwämme, Kunststoffteile, Naturgesteine etc.) den Lebensraum für die verschiedenen Mikroorganismen darstellen. Und nur diese an und in den verschiedensten Materialien lebenden Mikroorganismen reinigen das Teichwasser im Durchfluss rein biologisch – sie ernähren sich also von den im Wasser befindlichen Schmutzstoffen und führen dabei wichtige biochemische Umwandlungsprozesse durch.
Im sauerstoffreichen (aeroben) Bereich wandeln die speziellen Mikroorganismen (Nitrifikanten) Ammonium und Ammoniak zu Nitrit um. In den sauerstofflosen (anaeroben) Bereichen, welche in den meisten Filtersystemen kaum oder gar nicht vorhanden sind, wird durch die Denitrifikanten Nitrit zu Nitrat gewandelt. Dabei freiwerdende Stickstoffverbindungen werden in die Luft freigegeben. Kann dieser Prozess nicht oder nur sehr gering stattfinden, bleiben diese Fischgifte im Teichwasser.
Die 3 wichtigsten Grundregeln zum richtigen Umgang mit biologischen Filtern im Teich
Regel 1: Filter niemals abschalten
Ab Wassertemperaturen von 10 °C werden die gereinigte Pumpe und der gereinigte Filter in Betrieb genommen und bis zum Saisonende (Wassertemperatur dauerhaft unter 10 °C) nicht mehr abgeschaltet!
Warum? Die im Filter arbeitenden Bakterien sterben innerhalb von 2 Stunden ab, wenn sie nicht ständig mit Wasser und Sauerstoff versorgt werden. Zwischenzeitliches Abstellen – eventuell um Strom zu sparen – verursacht das Absterben der Mikroorganismen und der Bakterienkulturen. Nicht nur, dass sich dadurch keine ausreichenden Bakterienstämme ansiedeln können: Jedes Mal, wenn die Anlage wieder in Betrieb genommen wird, wird unter anderem giftiges Ammoniak und nicht abgebaute Nitrite in den Teich geschwemmt und belasten ihn zusätzlich.
Deshalb gilt grundsätzlich: Egal welcher Filter genutzt wird, er muss rund um die Uhr laufen. Außerdem muss gerade nachts die Sauerstoffversorgung durch den Filter gewährleistet sein, denn durch die fehlende Photosynthese (da nachts kein Sonnenlicht vorhanden ist) verbrauchen die Pflanzen (und Algen) in der Nacht Sauerstoff.
Um die maximale Filterleistung mit allen relevanten Mikroorganismen innerhalb von kurzer Zeit zu erreichen, empfehlen wir beim Saisonstart die Zugabe von 2 g BioTeich Aktiv pro 1.000 Liter Teichwasser.
Regel 2: Filter während der Saison nicht gründlich reinigen
Der Filter darf während der Teich-Saison nicht gründlich gereinigt werden!
Da die unendlich vielen Mikroorganismen sich im Filter häuslich eingerichtet haben, würde eine gründliche Reinigung des Filters während der Teich-Saison einer fristlosen Kündigung mit gleichzeitiger Zwangsräumung der nützlichen Filterbewohner entsprechen.
Das heißt: Den Grobfilter (mechanische Reinigungsstufe am Filtereingang) können Sie von Zeit zu Zeit gründlich reinigen, und wenn der biologische Filterteil sehr stark verschmutzt ist, können Sie die Filterschwämme auch mal leicht ausdrücken bzw. zusammenziehen – aber mehr bitte nicht.
Wenn die Pumpe, die den Filter mit Wasser versorgt, nicht am Teichboden, sondern mindestens 20 cm höher steht (oder hängt), dann saugt diese auch nicht den Schlamm vom Boden an und Ihr Filter verdreckt selbst in der Grobfilterzone kaum noch.
Zusatznutzen: Das kältere, sauerstoffreichere Teichwasser in der untersten Wasserschicht bleibt erhalten – und Ihre Fische haben gerade an heißen Sommertagen ein willkommenes Rückzugsgebiet.
Regel 3: UVC-Lampe dauerhaft entfernen
Eine eventuell noch vorhandene UVC-Lampe muss unbedingt dauerhaft entfernt werden!
Eine vorhandene UVC-Lampe und auch die Kupferanode müssen beim Einsatz dieser hochaktiven Bakterien dauerhaft abgeschaltet bleiben, damit die nützlichen Mikroorganismen nicht abgetötet werden. Das UVC-Licht kann nicht zwischen nützlichen und schädlichen Bakterien unterscheiden – es vernichtet einfach alle.
Eine selbstregulierende Teichbiologie kann sich nur bei Anwesenheit aller natürlichen Mikroorganismenstämme und ohne jegliche Art von lebenabtötenden Maßnahmen entwickeln.
Jetzt wissen Sie, wie biologische Filtersysteme funktionieren und durch welche einfachen Maßnahmen die wichtige Mikrobiologie im Teich erhalten bleibt.
Wenn Sie jetzt noch Ihr herkömmliches Filtermaterial gegen das Hochleistungsfiltermaterial BioTeich MAXIMUM tauschen – und sei es auch nur ein Viertel oder die Hälfte –, dann gehen Sie auf Nummer sicher, dass einmal vorhandene Mikroorganismen sich maximal vermehren können. So genießen Sie Ihren Teich mit noch weniger Wartungs- und Pflegeaufwand in vollen Zügen.























